Bôle

Kanton Neuenburg · Region: Littoral · 1'806 Einwohner (31.12.2012, ehemalige Gemeinde Bôle, letzte Zählung vor der Fusion)
Gehört zur Gemeinde Milvignes

Herkunft des Namens Bôle

Bôle wird 1346 erstmals als « Boule » erwähnt. Der Name soll danach die Formen « Bosle » und « Bulla » gekannt haben, bevor er sich als « Bôle » festigte (zu überprüfen). Die konsultierten Quellen erklären die Herkunft des Namens nicht.

Gründung von Bôle

Bôle hat weder eine Gründungsurkunde noch einen bekannten Gründer. Es ist ein am Hang gelegenes Strassendorf auf dem Trassee der alten Römerstrasse Vy d'Etraz, von der westlich des Dorfes noch ein Teilstück zu sehen ist. Rund 30 Gräber aus der Merowingerzeit, südlich der Kirche gefunden, zeugen von einer frühen Besiedlung. Im Mittelalter leisten die Einwohner ihre Abgaben je nach Zugehörigkeit entweder dem Herrn von Colombier oder dem Schaffner von Boudry für den Grafen von Neuenburg. Bôle gehört zur Grosspfarrei Pontareuse und bis 1848 zur Kastlanei Boudry.

Geschichte von Bôle

Römerzeit. Die Römerstrasse Vy d'Etraz durchquert das Gebiet; das Strassendorf entstand auf ihrem Trassee.

Frühmittelalter. Rund 30 merowingerzeitliche Gräber südlich der heutigen Kirche zeugen von einer frühen Besiedlung.

1346. Erste Erwähnung als « Boule ».

1356. Bôle erhält mit Colombier und Areuse einen Wald in Pacht, der bis Mitte des 18. Jahrhunderts gemeinsam verwaltet wird (Akt bisweilen auf 1357 datiert).

1531-1535. Der reformierte Pfarrer der Pfarrei Pontareuse wohnt in Bôle.

1639-1644. Ein Diakon betreut die Gemeindemitglieder von Bôle und Rochefort.

1662. Ein Pfarrer betreut nun Bôle und Rochefort.

1750-1800. Ein grosser Teil der Bevölkerung arbeitet in den Indiennefabriken an der unteren Areuse.

Ende 18. Jahrhundert. Beginn der Ausbeutung der Mergelgruben in der Umgebung.

1848. Ende der Zugehörigkeit von Bôle zur Kastlanei Boudry.

1859. Die Einwohner benützen den Bahnhof Colombier an der Linie Neuchâtel-Yverdon.

1860. Bôle wird eine selbständige Kirchgemeinde.

1895. Bôle erhält eine eigene Haltestelle an der Linie Neuchâtel-Pontarlier.

1897-1898. Bau des Hauses Louis Calame-Colin (zu überprüfen).

Nach 1945. Das Bauerndorf wandelt sich beschleunigt zum Wohndorf, mit einigen kleinen und mittleren Industriebetrieben und meist ausserhalb der Ortschaft liegenden Lagerhäusern.

1969. Die Schüler von Bôle besuchen das neue Sekundarschulzentrum in Colombier.

2013. Bôle fusioniert mit Auvernier und Colombier zur Gemeinde Milvignes.

Bevölkerung von Bôle

Bevölkerung von Bôle
1750193
1850291
1900525
1950571
19701'422
20001'778
20111'788 (zu überprüfen)
20121'806

Historische Orte in Bôle

Haus Louis Calame-Colin. 1897-1898 erbautes Gebäude, das zum baulichen Erbe von Bôle gezählt wird (zu überprüfen).

Bahnhof Bôle. 1895 eröffnete Haltestelle an der Linie Neuchâtel-Pontarlier; zuvor benützten die Einwohner ab 1859 den Bahnhof Colombier.

Kirche Bôle. Südlich der Kirche wurden rund 30 Merowingergräber gefunden. Im Mittelalter zur Grosspfarrei Pontareuse gehörig, wird Bôle ab 1639-1644 von einem Diakon, ab 1662 von einem Pfarrer betreut und 1860 selbständige Kirchgemeinde.

Überreste in Bôle

Merowingisches Gräberfeld. Rund 30 Gräber aus der Merowingerzeit wurden südlich der Kirche gefunden; sie sind das älteste bekannte Zeugnis der Besiedlung von Bôle.

Römerstrasse Vy d'Etraz. Das Dorf entstand auf dem Trassee der alten Römerstrasse Vy d'Etraz, von der westlich des Dorfes noch ein Teilstück zu sehen ist.

Ehemaliges Schlachthaus. Ein ehemaliges Schlachthaus wird zum baulichen Erbe von Bôle gezählt (zu überprüfen).

Quellen

Weitere Dörfer in der Nähe von Bôle

Fehlt eine Information oder gibt es eine Quelle? Schlagen Sie eine Korrektur oder Ergänzung vor, jeder Vorschlag wird vor der Veröffentlichung geprüft.

Änderung vorschlagen