Mines d'asphalte de La Presta

Stätte Kanton Neuenburg · Region: Val-de-Travers · Unbewohnte Stätte (Gemeinde Val-de-Travers)
Gehört zur Gemeinde Val-de-Travers

Herkunft des Namens Mines d'asphalte de La Presta

Namensherkunft: Die Stätte trägt den Namen der Flur La Presta bei Travers. Die Herkunft des Ortsnamens wird in den konsultierten Quellen nicht erklärt.

Gründung von Mines d'asphalte de La Presta

Die Stätte liegt in der Flur La Presta auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Travers, heute in der Gemeinde Val-de-Travers (Fusion vom 1. Januar 2009), rund 1,5 km von Travers in Richtung Couvet. 1711 entdeckte Eirini d'Eirinis, ein an Geologie interessierter griechischer Gelehrter, im Val-de-Travers einen mit Asphalt getränkten Kalkstein. Der Abbau begann 1712 im Tagbau am linken Ufer der Areuse, und 1717 wurde eine Konzession erteilt. Im 18. Jahrhundert diente der Asphalt fast ausschliesslich medizinischen Zwecken; seine Verwendung im Strassenbau begann um 1812, und die grossen Vorkommen wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts systematisch abgebaut.

Geschichte von Mines d'asphalte de La Presta

1711. Eirini d'Eirinis, ein griechischer Gelehrter, entdeckt im Val-de-Travers einen mit Asphalt getränkten Kalkstein.

1712. Beginn des Abbaus im Tagbau am linken Ufer der Areuse.

1717. Erteilung einer Abbaukonzession.

um 1812. Der bis dahin fast nur medizinisch genutzte Asphalt wird erstmals im Strassenbau verwendet.

1840. Der Abbau wird am rechten Ufer der Areuse fortgesetzt.

1841-1848. Philippe Suchard ist Eigentümer der Minen und trägt zur Verbreitung des Materials bei.

1869. Die Arbeiter beginnen, unterirdische Stollen zu graben.

1873. Die britische Gesellschaft Neuchâtel Asphalte Company Ltd. (NACO) übernimmt den Betrieb, der nun grosse Ausmasse annimmt.

1960. Die NACO wird eine Tochtergesellschaft von Tarmac, einem grossen europäischen Strassenbauunternehmen.

1986. Ende des unrentabel gewordenen Abbaus.

1987. Die Stätte wird als Besucherbergwerk für die Öffentlichkeit geöffnet.

2011. Gründung der Association culturelle des mines d'asphalte de La Presta (ACMAP).

Historische Orte in Mines d'asphalte de La Presta

Das Besucherbergwerk. Rund 1 km Stollen kann mit Führung besichtigt werden; erklärt werden die Abbautechniken, der Einsatz von Sprengstoff und die Entwässerung. Der Transport erfolgte zuerst mit Pferden, später mit einer elektrischen Bahn.

Der im Asphalt gekochte Schinken. Spezialität des Bergwerks: ein in heissem Asphalt gekochter Schinken, ursprünglich am 4. Dezember, dem Barbaratag, zubereitet und in den 1970er-Jahren wiederbelebt (zu überprüfen).

Überreste in Mines d'asphalte de La Presta

Die Stollen. Die im Vorkommen gegrabenen Stollen und Kammern erreichen eine Gesamtlänge von rund 100 km. Ein Teil dieser Abbauspuren kann heute besichtigt werden.

Quellen

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