Monlési

Kanton Neuenburg · Region: Val-de-Travers · Keine veröffentlichte Zahl für den Ort; die Gemeinde Val-de-Travers zählt 10'705 Einwohner (31.12.2025)
Gehört zur Gemeinde Val-de-Travers

Herkunft des Namens Monlési

Namensherkunft: Abram de Pury benannte das Anwesen in « Mon Lési » um, das heisst « Mon Loisir » (Meine Musse).

Gründung von Monlési

Monlési liegt auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Boveresse, heute in der Gemeinde Val-de-Travers (Fusion vom 1. Januar 2009). Das Gut entstand aus dem Kauf von Wiesen- und Waldparzellen ab 1680 durch Samuel de Pury, Einnehmer des Vautravers. Sein Erbe Abram de Pury liess 1755 das Haus bauen und benannte das Anwesen in « Mon Lési » (Mon Loisir) um. Im Sommer empfing er dort seine zahlreichen Verwandten und Freunde, darunter Jean-Jacques Rousseau. Nach einem Brand wurde das Haus 1799 wieder aufgebaut.

Geschichte von Monlési

1680. Samuel de Pury, Einnehmer des Vautravers, beginnt Wiesen und Wälder zu kaufen, die das Gut bilden werden.

1755. Abram de Pury, Erbe des Guts, lässt das Haus bauen und nennt das Anwesen « Mon Lési ».

1764. Pierre-Alexandre Du Peyrou schreibt aus Monlési an Jean-Jacques Rousseau (Briefe vom 9. und 13. September).

1765. Weiterer Brief von Du Peyrou an Rousseau aus Monlési (25. September).

1766. Du Peyrou schreibt erneut aus Monlési an Rousseau (31. Juli).

1778. Am 14. Juli schreibt Du Peyrou aus Monlési an den Marquis René Louis de Girardin und an Marie-Thérèse Levasseur.

1799. Das Haus wird nach einem Brand wieder aufgebaut.

Historische Orte in Monlési

Das Landhaus. Haus mit seitlichen Giebeln, in drei Teile gegliedert: Herrschaftswohnung im Osten, Wohnung des Pächters in der Mitte, Stall und Remise im Westen. Ein Glockentürmchen diente dazu, die Angestellten zu rufen, und eine Allee alter Bäume führt zum Gut. Es ist im Kulturgüterinventar verzeichnet (KGS 10108).

Die Glacière de Monlési. Eishöhle auf etwa 1'100 bis 1'120 m Höhe, rund 1,3 km nördlich des Hauses. Die kalte Winterluft dringt durch eine hoch gelegene Öffnung ein und bleibt im Sommer gefangen; das Eis bildet sich vor allem durch gefrierendes Sickerwasser. Mit etwa 6'000 m3 ist es das grösste Eisvolumen der Eishöhlen des Jura. Man steigt über einen Pfad und eine Leiter hinab.

Quellen

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