Noville
Herkunft des Namens Noville
Namensherkunft: Noville wird 903 in der Form « Nova villa » und 1162/1173 als « Nouila » erwähnt. In alten Dokumenten ist es mitunter schwierig, Noville von Villeneuve zu unterscheiden, das ebenfalls « Villa Nova » genannt wurde. Die genaue Etymologie wird in den konsultierten Quellen nicht erklärt.
Gründung von Noville
Die konsultierten Quellen sagen weder, wann noch von wem das Dorf gegründet wurde. Ein in Crebelley entdecktes frühmittelalterliches Gräberfeld bezeugt eine frühe Besiedlung, und das Dorf wird ab 903 erwähnt. Im Mittelalter besassen die Abtei Saint-Maurice und verschiedene Herren Rechte an den Ländereien von Noville, die weltlich zur Kastlanei Chillon und geistlich zum Bistum Sitten gehörten. Das Dorf und der Weiler Crebelley liegen auf leichten Erhebungen in der Ebene und mussten lange mit den Hochwassern des Sees und dem wechselnden Lauf der Rhone zurechtkommen.
Geschichte von Noville
Frühmittelalter. In Crebelley wird ein Gräberfeld angelegt.
903. Erste Erwähnung des Dorfes in der Form « Nova villa ».
1162/1173. Erwähnung in der Form « Nouila ».
1177. Die dem heiligen Mauritius geweihte Pfarrkirche, die dem Grossen Sankt Bernhard untersteht, ist bezeugt.
13. Jahrhundert. Spätestens ab dieser Zeit nutzen Noville, Villeneuve, Rennaz und Crebelley gewisse Wälder und Weiden gemeinsam.
1309. Eine Heiliggeist-Bruderschaft ist bezeugt.
1476. Beginn der bernischen Herrschaft: Noville gehört bis 1798 zum Gouvernement und Mandement Aigle, als Kastlanei mit Rennaz und Roche.
1798. Noville kommt zum Bezirk Aigle.
1809. Teilung der gemeinsamen Güter mit Villeneuve.
1834. Rennaz trennt sich von Noville und wird eine eigene Gemeinde.
1840-1850. Bau des Grand Canal; zusammen mit der Eindämmung der Rhone ermöglicht er die Ausdehnung des Kulturlandes (Tabak, Gemüsebau).
1840. Erste Teilung der gemeinsamen Güter mit Rennaz, gefolgt von weiteren 1877, 1905 und 1992.
1871. Bau des Schulhauses durch den Architekten François Jaquerod.
1947. Gründung der Milchgenossenschaft.
1980er Jahre. Beginn einer Entwicklung als Wohnort.
2000. Das Dorf zählt fünfundzwanzig Landwirtschaftsbetriebe; mehr als drei Fünftel der Erwerbstätigen sind Pendler.
2008. Auflösung der Milchgenossenschaft.
Bevölkerung von Noville
| 1798 | 207 |
| 1850 | 376 |
| 1900 | 415 |
| 1950 | 467 |
| 1980 | 427 |
| 2000 | 647 |
| 2022 | 1'169 |
| 2025 | 1'214 |
Historische Orte in Noville
Kirche Saint-Maurice. Dem heiligen Mauritius geweihte Pfarrkirche, 1177 bezeugt; sie unterstand den Chorherren vom Grossen Sankt Bernhard.
Schulhaus von 1871. 1871 vom Architekten François Jaquerod erbautes Schulgebäude.
Naturschutzgebiet Les Grangettes. Feuchtgebiet an der Mündung der Rhone in den Genfersee, von nationaler und internationaler Bedeutung.
Grand Canal. Von 1840 bis 1850 zur Trockenlegung der Ebene gegraben; zusammen mit der Eindämmung der Rhone ermöglichte er die Ausdehnung der Kulturen.
Überreste in Noville
Gräberfeld von Crebelley. Im Weiler Crebelley wurde ein frühmittelalterliches Gräberfeld entdeckt; es ist das älteste bekannte Zeugnis einer Besiedlung der Gemeinde.
Quellen
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Noville » (version allemande consultée)
- Wikipédia, « Noville (Vaud) »
- Statistique Vaud, « Population résidante permanente au 31 décembre 2025 »
Weitere Dörfer in der Nähe von Noville
Fehlt eine Information oder gibt es eine Quelle? Schlagen Sie eine Korrektur oder Ergänzung vor, jeder Vorschlag wird vor der Veröffentlichung geprüft.
Änderung vorschlagen