Pomy
Herkunft des Namens Pomy
Das Dorf wird 1184 in der Form «Pomiers» erwähnt; die Form «Pomy» soll ab 1679 gebräuchlich sein (zu überprüfen). Der Name wird mit dem Apfelbaum (pommier) in Verbindung gebracht: Die Gemeindetradition berichtet, dass die Gegend mit wilden Apfelbäumen bedeckt war, und das 1918 angenommene redende Wappen zeigt einen Apfelbaum.
Gründung von Pomy
Das Gebiet war lange vor dem Mittelalter bewohnt: Die 1993 auf dem Trassee der Autobahn A1 durchgeführten Grabungen ergaben Besiedlungen der Bronzezeit und des Mittelalters sowie eine hölzerne Wasserleitung (Rohre aus Weisstanne und Verbindungsstücke aus Eiche), die eine gallorömische Villa versorgte (zu überprüfen). Keine der konsultierten Quellen nennt einen Gründer des Dorfes. Im Mittelalter gehörte Pomy zur Herrschaft Belmont, und mehrere geistliche und weltliche Herren besassen dort Rechte, namentlich der Bischof von Lausanne und die Abtei Montheron. Nach der Reformation wurden die Rechte zwischen der Stadt Lausanne und der Berner Familie Manuel geteilt. Von 1536 bis 1798 unterstand Pomy der bernischen Landvogtei Yverdon. Die Gemeinde umfasst das Dorf und den Weiler Chevressy. Die Einwohner, die Pomérans, tragen den Übernamen «Moi-moi».
Geschichte von Pomy
Bronzezeit. Durch die Grabungen der Autobahn A1 belegte Besiedlungen.
Gallorömische Zeit. Eine hölzerne Wasserleitung versorgt eine gallorömische Villa (zu überprüfen).
1184. Erste Erwähnung, «Pomiers».
Mittelalter. Pomy gehört zur Herrschaft Belmont; die Abtei Montheron besitzt dort Rechte.
1453. Dem heiligen Georg geweihte Kapelle.
1524. Die Berner Familie Manuel besitzt in Pomy ein bedeutendes Lehen (zu überprüfen).
1536-1798. Pomy untersteht der bernischen Landvogtei Yverdon; die Herrschaftsrechte sind zwischen der Stadt Lausanne und der Familie Manuel geteilt.
1672. Die bernische Obrigkeit erwirbt ein Gebäude, das zum Pfarrhaus umgebaut wird (zu überprüfen).
1684. Pomy bildet eine eigenständige Kirchgemeinde.
1727. Die Kapelle Saint-Georges weicht der heutigen Kirche, einem Werk des Architekten Daniel-Henri Vaucher.
1745. Bau des Pfarrhauses.
1747. Das an die Gemeinde verkaufte alte Pfarrhaus dient bis 1869 als Schule (zu überprüfen).
1798. Pomy kommt zum Bezirk Yverdon, dem es bis 2007 angehört.
1884. Gründung einer Milchgenossenschaft.
1905. Das Gemeindebanner nimmt an der Fête des Vignerons teil, als Erinnerung an die Zeit, als Pomy Reben hatte.
1918. Annahme des Wappens mit dem Apfelbaum; seine sechs Äpfel stehen für die sechs alten Bürgerfamilien: Cuche, Miéville, Ottonin, Pilloud, Pellaux und Vulliemin.
1964. Der Ort La Grand-Fin wird von Pomy abgetrennt und Cuarny angeschlossen.
1993. Archäologische Grabungen auf dem Trassee der Autobahn A1.
2000. Pomy ist zu einem Wohndorf geworden: Rund 75 % der Erwerbstätigen arbeiten auswärts, und es gibt noch rund 24 Landwirtschaftsbetriebe.
2008. Pomy gehört zum Bezirk Jura-Nord vaudois.
Bevölkerung von Pomy
| 1803 | 233 |
| 1850 | 391 |
| 1900 | 497 |
| 1950 | 443 |
| 1980 | 400 |
| 2000 | 583 |
| 2025 | 904 |
Historische Orte in Pomy
Kirche von Pomy. Kirche von 1727, erbaut vom Architekten Daniel-Henri Vaucher an der Stelle der Kapelle Saint-Georges von 1453. Pomy bildet seit 1684 eine eigenständige Kirchgemeinde; Cuarny ist ihre Filiale.
Pfarrhaus von 1745. 1745 erbautes Pfarrhaus.
Altes Pfarrhaus an der Ruelle. Gebäude, das 1672 von der bernischen Obrigkeit als Pfarrhaus erworben, 1747 an die Gemeinde verkauft und bis 1869 als Schule genutzt wurde; seine Fassade trägt noch eine Steinskulptur mit dem Wappen Ihrer Exzellenzen von Bern (zu überprüfen).
Weiler Chevressy. Weiler, der zur Gemeinde Pomy gehört.
Überreste in Pomy
Gallorömische Wasserleitung. Bei den Grabungen von 1993 auf dem Trassee der Autobahn A1 entdeckt: hölzerne Wasserzuleitung aus Rohren aus Weisstanne und Verbindungsstücken aus Eiche, die eine gallorömische Villa versorgte (zu überprüfen).
Berner Wappen am alten Pfarrhaus. Steinskulptur mit dem Wappen Ihrer Exzellenzen von Bern an der Fassade des alten Pfarrhauses an der Ruelle, Zeugnis der bernischen Zeit (zu überprüfen).
Quellen
- Historisches Lexikon der Schweiz, « Pomy »
- Commune de Pomy, « Historique »
- Wikipédia, « Pomy (Vaud) »
- Statistique Vaud, « Population résidante permanente au 31 décembre 2025 »
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