Bayerel
Herkunft des Namens Bayerel
Namensherkunft: Der Name wird in den konsultierten Quellen nicht erklärt. Die Mühle von Bayerel wird erstmals am 29. April 1416 erwähnt.
Gründung von Bayerel
Bayerel ist ein Flurort der Gemeinde Val-de-Ruz am Seyon, zwischen Engollon und Saules. Vor der Fusion vom 1. Januar 2013 lag die Mühle auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Fenin-Vilars-Saules, während die Häuser an der Route de Bayerel, etwas weiter westlich, zur ehemaligen Gemeinde Engollon gehörten. Ein Gründer ist nicht bekannt: Die Geschichte des Ortes ist mit jener seiner Mühle verbunden, die von einem vom Seyon gespeisten Kanal angetrieben wird und 1416 unter Guillaume d'Aarberg-Valangin bezeugt ist. Der Ort vereint zwei alte Tätigkeiten der Neuenburger Berge, das Mahlen und das Sägen von Holz.
Geschichte von Bayerel
1416. Am 29. April legt Richard Quinchi unter Guillaume d'Aarberg-Valangin die Rechnung der Mühle von Bayerel ab; er schuldet dreissig Pfund und fünfzehn Lausanner Schilling für den Verkauf von Getreide und zwei Schweinen sowie eine Abgabe von zwei Pfund Wachs. Es ist die älteste erhaltene Erwähnung der Mühle.
1434. Der Müller von Bayerel heisst Peterman d'Engollon; er schuldet zwanzig Hemines Weizen und anderthalb Mütt desselben Getreides.
1506. Bei der Gründung des Kapitels der Stiftskirche Valangin durch Claude d'Aarberg und Guillemette de Vergy gehört die jährliche Abgabe der Mühle von Bayerel zu den Einkünften der Institution.
1553. Pierre Gautier verkauft Hugues Clerc die Mühle von Bayerel mit dem Wasserrecht sowie den Zehnten von Saules für 500 Goldtaler.
1622. Hugues und Abraham Clerc verpachten die Mühle; vier vom Wasser des Kanals getriebene Räder bewegen zwei Getreidemahlsteine, eine Brettersäge und eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Früchten und Samen.
1642. Am 25. Februar verpflichtet sich der Zimmermann Abraham Lorimier, den Dachstuhl der Mühlen zu erneuern; das Gebäude wird in seiner heutigen Form wiederaufgebaut.
1742. Am 6. Juni zerstört ein Brand ein Haus, zwei Mühlen, eine Sägerei und eine Stampfe; der Schaden wird auf 2'000 Pfund geschätzt. Die Mühle wird danach wieder instand gesetzt.
1784. Erneuter Brand im April, als der Ort Jonas-Pierre Vuillemier gehört.
1821. Der Ort wird für 8'400 Pfund an Samuel Ruchti aus Goldiwil (Landvogtei Thun) verkauft; die Urkunde beschreibt ein Haus, eine Mühle und eine angebaute Sägerei.
Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu Mühle und Sägerei kommt ein Bauernhof hinzu.
2002-2004. Die Mühle ist Gegenstand historischer und bauarchäologischer Untersuchungen des Amts für Denkmalpflege und Archäologie, die 2020 wieder aufgenommen werden.
2013. Fusion von Fenin-Vilars-Saules und Engollon zur neuen Gemeinde Val-de-Ruz.
Historische Orte in Bayerel
Die Mühle von Bayerel. Als A-Objekt (nationale Bedeutung) im kantonalen Kulturgüterinventar eingetragen, ist die Mühle ein seltener Zeuge des Mahlens und des Holzsägens. Der Verein Moulin de Bayerel hat das Gebäude gekauft und renoviert, den Kanal restauriert und das Zellenrad der Sägerei wieder in Betrieb genommen.
Der Kanal. Kanal, der sein Wasser aus dem Seyon bezieht und seit dem 15. Jahrhundert die Räder der Mühle und der Sägerei speist.
Quellen
- Moulin de Bayerel, « Historique »
- Moulin de Bayerel, page d'accueil
- Office fédéral de la protection de la population, « Révision Inventaire PBC 2021 : liste cantonale, canton de NE » (état au 1.1.2026)
- État de Neuchâtel, Office du patrimoine et de l'archéologie, « Principales recherches historiques, architecturales et d'archéologie du bâti menées depuis 2000 »
- Parc régional Chasseral, « Le Moulin de Bayerel »
- Dictionnaire historique de la Suisse, « Fenin-Vilars-Saules » (Dominique Quadroni)
- Commune de Val-de-Ruz, « À voir ou visiter »
- geo.admin.ch, service de recherche de lieux (swisstopo)
- État de Neuchâtel, arrêté du 4 février 2026 homologuant le recensement cantonal de la population au 31 décembre 2025
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